Work-Life-Balance – geht das?

Mit Einzug von „Arbeit der Zukunft“/ „New Work“ wurde vermehrt auch von der Work-Life-Balance gesprochen. Aber entspricht das der Realität, der Welt mit allen Turbulenzen? Können wir halb arbeiten und halb leben? Können sie Ihr Vater- und Muttersein an der Büroeingangstür abgeben oder Ihre geschäftlichen Gedanken, Probleme an der Haustüre abstellen? Das schafft keiner und das würde auch bedeuten – wir machen beides nicht mit vollem Herzen.

Aber laut einer Forsa-Studie ist der Zeitdruck im Job der größte Stressfaktor. Die ständige Erreichbarkeit, E-Mails rund um die Uhr und dienstliche Anrufe im Urlaub – machen die Menschen krank.

Wie kommen wir jetzt raus aus der Misere? Ansätze gibt es genug auf Firmen- wie auf Landesebene:

  • Die Niederländer arbeiten oft Teilzeit und zwar Vater und Mutter.
  • In Schweden und auch in Dänemark wird der Feierabend sehr ernst genommen und zwischen 17.00 und 18.00 Uhr ist Schluss und es beginnt die freie Zeit.
  • In Frankreich diskutiert man eine Arbeitsmarktreform mit E-Mail-Verbot nach Feierabend und an Wochenenden für alle Chefs.
  • In Deutschland hat VW sich verpflichtet nach Feierabend keine Firmen-E-Mails mehr zu senden.
  • Ähnliche Ansätze haben BMW und Daimler…

Aber welcher Ansatz / welche Regel funktioniert? Wie immer im Leben wird es eine gute Mischung sein –  aus mehr Flexibilität im Arbeitsalltag, mehr Souveränität über die eigene Zeit, eine Feierabend-Kultur, hilfreiche Tools, eine Optimierung der Arbeitsprozesse, Raum und Möglichkeiten für kreatives Arbeiten und die gegenseitige Befruchtung der zwei Welten „Work and Life“. Vielleicht sollte es besser Work-Life-Integration statt Work-Life-Balance heißen…


Quelle Bild:„balance“ von Evonne (CC BY)