Wer hat an der Uhr gedreht?

Auf der einen Seite arbeiten wir heute mehr als noch vor 20 Jahren – gleichzeitig setzen Unternehmen die Reduzierung und Flexibilität der Arbeitszeit sowie auch eine 4-Tage Woche um.

Was trifft nun zu – arbeiten wir mehr als die Generation vor uns? Endet unsere Arbeit durch die ständige Erreichbarkeit auch nicht nach Feierabend? Oder haben wir eine bessere Mischung zwischen Arbeit und Freizeit, flexiblere Arbeitszeiten?

Laut dem statistischem Bundesamt hat sich die durchschnittliche Arbeitszeit, im Vergleich zu vor 20 Jahren, erhöht und es bleibt uns heute weniger Freizeit, da auch regelmäßig am Wochenende gearbeitet wird.
Heißt in Zahlen: vor 20 Jahren haben 23,5% an Samstagen und Sonntagen gearbeitet, heute sind es bereits 26,5%. Außerdem werden laut DGB-Index mehr Überstunden geleistet, der Termindruck sowie die Multitasking-Bedingungen steigen, was nicht nur die Arbeitszeit erhöht, sondern auch das Risiko von gesundheitlichen Beeinträchtigungen fördert.
Andererseits gibt es Unternehmen, die erfolgreich die 4-Tage Woche eingeführt haben oder die ihre Nutzungsmöglichkeiten der dienstlichen Smartphones einschränken wie z. B.: E-Mails die nur von 7.00 – 18.30 Uhr empfangen werden können oder während der Urlaubszeit keine E-Mail-Weiterleitung… umso die Arbeitszeiten zu begrenzen.

Es trifft also beides zu – mehr Arbeit durch eine „endlose“ Erreichbarkeit, aber auch der Versuch neue Wege zu gehen, um den Mitarbeitern Freiräume und klare Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit zu gewähren. Wie immer macht es die gute Mischung und der goldene Mittelweg…